Versicherungstipps

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Geschichte der Versicherungen

Manch einer wird sich sicherlich fragen, seit wann es Versicherungen eigentlich gibt und wer sie erfunden hat. Bestimmt meinen einige, dass Versicherungen eine deutsche Erfindung seien, wobei sie sich aber gründlich irren. In Deutschland wurden Versicherungsunternehmen erst im 17. Jahrhundert gegründet, um den Transport wertvoller Handelsgüter zu versichern. Davor war es nur in vereinzelten Handwerken und Gilden üblich mit Personen eine Art Haftpflicht-Versicherung über bestimmte Leistungen abzuschließen.

Schon lange Zeit zuvor aber wurde im antiken Babylonien beim Bau von Gebäuden die Frage nach der Haftung bei unvorhersehbaren Ereignissen in Stein gemeißelt. Hier wurden die Baumeister verpflichtet, im Falle eines Einsturzes selbst schon Jahre nach der Fertigstellung dem Eigentümer den Bau auf eigene Kosten in besserer Qualität zu ersetzen.

Die erste Versicherung, die auf einem Gegenseitigkeitsprinzip beruht, war eine Art Sterbeversicherungen und wurden von den ärmeren Bevölkerungsschichten im alten Rom gegründet, indem sie sich bei den Kosten für Begräbnisse gegenseitig unterstützten.

Im späten Mittelalter schloss man in Italien die ersten kaufmännischen Versicherungen ab, die vor allem den Transport von Waren auf See absicherten. Nach und nach erkannten vor allem Kaufleute, Baumeister, Handwerksgilden, Schiffseigentümer aber auch Städte und Dörfer die Vorteile, die sich durch den Abschluss einer Versicherung ergeben können. Häufig auftretende Katastrophen wie Brände, Hochwasser, Stürme, Seuchen und viele andere Übel verloren somit für die Versicherten ein wenig an Schrecken.

Mit Beginn der Industrialisierung in Deutschland schossen auch gleichzeitig zahlreiche Versicherungsunternehmen wie die Pilze aus dem Boden. Aktiengesellschaften riefen  klassischen Versicherungssparten ins Leben wie Lebensversicherungen, Transportversicherungen, Gebäudeversicherungen, Feuerversicherungen bis hin zu privaten Unfallversicherungen und kreditvertrag beispiel.

Den bedeutendsten Schritt in Richtung gesetzliche und soziale Versicherungen machte Deutschland unter Kaiser Wilhelm dem I. Er führte bereits im Jahre 1883 die gesetzliche Krankenversicherung, daraufhin 1884 die gesetzliche Unfallversicherung und einige Jahre später im Jahre 1889 die gesetzliche Rentenversicherung ein. Als Folge dessen wurden zur Absicherung einzelner besonderer Fälle auch die Invalidenversicherung und die Hinterbliebenenversicherung eingeführt.

Und so wuchs die Anzahl der Versicherungsarten immer weiter. 1927 kam noch die gesetzliche Arbeitslosenversicherung und erst 1994 die gesetzliche Pflegeversicherung  hinzu. Natürlich wurden all diese Versicherungen im Laufe der Geschichte ständig modifiziert und den jeweiligen Umständen, Kriege, Wirtschaftskrisen, Änderung der Bevölkerungsstruktur, Regierungswechsel usw. angepasst.